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Schulsanitäter unterstützen Konfi-Camp

Am 26. und 27. Juni 2009 unterstützten stellenweise bis zu fünf Schulsanitäter des Evang. Gymnasium Bad Marienberg als Praktikanten den Malteser Sanitätsdienst anlässlich des 9. Konfirmandencamps des Evang. Stadtjugendpfarramtes Wiesbaden. Auf dem Pfadfindergelände in Westernohe wandten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung erfahrener Sanitätsdienstler an, was sie in der Arbeitsgemeinschaft in der Schule gelernt hatten.

Nach einer ruhigen Nacht im Zelt schloss sich für Laura, Robin und Dennis unter Anleitung von Marcel und Pascal Bill eine intensive Übungseinheit mit Schaufeltrage, “Stiffneck” und Vakuumatraze an. Dabei tat sich Camp-Blaukappe Max als Darsteller tatkräftig hervor.

Die Frage der Kinder zum Abschluss: “Wann dürfen wir wieder einmal beim Sanitätsdienst mitmachen?” Antwort des AG-Ausbilders Oliver Thinius: “Ein Teil von euch ist doch kommende Woche schon wieder mit in Montabaur dabei!”

Fotos (2): MHD e.V. Westerwaldkreis


Über 100 Jugendliche beim 1. Tag des Malteser Schulsanitätsdienstes

Brandblasen beim Barbecue: “Schulsanis” aus de Westerwaldkreis wappnen sich für Ernstfall

Sommerfest auf dem Schulhof: Die Sonne scheint, die Mägen knurren. Der Lehrer wirft den Grill an – und schreit. Eine Stichflamme schießt aus der heißen Glut, trifft ihn im Gesicht, umherstehende Schüler an Armen und Oberkörper: Beim 1. Tag des Malteser Schulsanitätsdienstes am Samstag, 20. Juni, in Kelkheim probten 30 Schüler des Evangelischen Gymnasiums (Bad Marienberg) sowie der Regionalen Schule (Salz) mit über 70 anderen „Schulsanis“ aus ganz Hessen und Rheinland-Pfalz unter realistischen Unfallbedingungen den Ernstfall und machten sich fit für den täglichen Einsatz.

„1,4 Millionen Schulunfälle passieren jährlich“, erklärt Oliver Thinius, zuständig für die Ausbildung bei den Maltesern im Westerwaldkreis. Das sind die blutigen Knie beim Bolzen, die Stauchungen beim Sturz vom Schwebebalken. Und auch die Brandwunden – ob beim Grillen auf dem Schulfest oder beim Experiment im Chemieunterricht. „Die muss man kühlen und abdecken“, hat Schulsanitäter Daniel Wetzig in einem Workshop gelernt. „Und den Rettungsdienst anrufen, damit er den Verletzten weiter versorgen kann“, ergänzt Robin Buchner.

Wie die Schüler die Profi-Retter unterstützen können, was sie bei Sportverletzungen beachten müssen, aber auch wie sie auf ihre eigene Gesundheit achten und Diabetes vorbeugen – all das erfuhren sie beim 1. Tag des Malteser Schulsanitätsdienstes und konnten es in praktischen Übungen gleich anwenden. „Schulsanitäter sind ein wichtiges Glied in der Rettungskette“, weiß Oliver Thinius. „Im Notfall zählt jede Sekunde.“ Umso mehr freut es ihn, dass immer mehr Schulen die Bedeutung der Schulsanis erkennen und sie fördern. „In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Malteser Schulsanitätsdienste in der Diözese Limburg verdoppelt. Inzwischen gibt es 30“, so Thinius.

Text & Bild: MHD

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